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Film / Kino

Gone in 60 Seconds (1974)

Regie, Drehbuch: H. B. Halicki

Regie, Drehbuch: H. B. Halicki; Kamera: Scott Lloyd Davis, Jack Vacek; Musik: Ronald Halicki, Philip Kachaturian; Darsteller: H. B. Halicki, Marion Busia, Jerry Daugirda, Ronald Halicki, Butch Stockton. Farbe, 97 min

93 Autos in knapp 100 Minuten zu Bruch gefahren. Reine Raserei als Verschrottungs-Vérité, quer durchs ungeschönte Los Angeles von 1974. Einer der atemberaubendsten Autoraser- bzw. Autorenfilme aller Zeiten, unabhängig realisiert von Regisseur-Produzent-Stuntkönig-Star H. B. Halicki alias „The Car Crash King“. Ekstase entfesselter Bewegung von Mensch und Maschine, kaum gestört vom hinlänglichen Handlungsvorwand: Eine als Versicherungssachverständige getarnte Gang von Autodieben muss binnen weniger Tage 48 Autos stehlen.

Höhepunkt ist der Diebstahl des im Vorspann in vorbildlicher Konsequenz alleinig angekündigten Superstars des Films: Eleanor, ein 73er-Ford Mustang Mach 1. Die letzten vierzig Minuten: eine die Vorstellungskraft strapazierende Verfolgungsjagd, handgemacht und lebensgefährlich. Halickis Crash-Orgie bleibt der unerreichte Zenit des Zerstörungskinos: quasi ein Straub/Huillet-Film für Straßenrennenfetischisten. Ein materialistisches Meisterwerk. (C.H.)


Österreichisches Filmmuseum
Datum: 10.09.2010
Zeit: 21:15
Ort: Wien

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