Benedikt Anton Aufschnaiter
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Benedikt Anton Aufschnaiter

Dulcis Fidium Harmonia - Opus4 M.CCC.III

Betrachtungen herab vom Podium

Aufschnaiter, dieser Name klingt auch für Österreicher sonderbar. Als ich erstmals die Musik dieses Komponisten hörte, war ich sofort begeistert. Eine hochentwickelte, eigenständige musikalische Sprache mit ausgeprägtem österreichischen Kolorit fesselte meine Sinne.

Leidenschaft, Freude, Angst, Verzweiflung, Liebe, Gottesfurcht, Zärtlichkeit, Ausgelassenheit, Unbekümmertheit....- Gefühle des Lebens traten mir in komprimierter musikalischer Form entgegen und trafen meine Seele in nicht oft verspürter Intensität.

In Folge hatte ich mich auch intellektuell mit Aufschnaiters Musik auseinandergesetzt und kam aus dem Erstaunen über die unerhörte Meisterschaft im Tonsatz dieses Komponisten nicht heraus.

Die feinen polyphonen Linien verbinden sich beinahe mühelos zu ausdrucksstarken Harmoniefolgen. Homophone Abschnitte zaubern Klangfarben und Stimmungen abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Dynamische Kontraste sind ebenso einleuchtend wie notwendig bei der Dichtheit des musikalischen Geschehens. Die Instrumentalstimmen sind absolut instrumentidiomatisch entwickelt. Die Virtuosität der Spieler wird gefordert und auch wirksam zum Erklingen gebracht. Selbst die Meisterschaft des mehrstimmigen Spiels auf der Violine wird bei Aufschnaiter beeindruckend dargestellt.

Aufschnaiter ein katholischer Bach? Eine gewagte Frage, aber urteilen Sie selbst!

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