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Sparta – Wiretrap Scars
"Can you hear me?!?!"
Debut CD der Nachfolgeband von Punk - Rock Sensation At The Drive In Ein neues Kapitel in der Reihe „Widerlegte Sprichworte“. Heute: „Was besseres kommt selten nach“. Die Erbengemeinschaft von „At The Drive- In“ freut sich noch über die „schene Leich“ und hat das ehemalige Side- Project Sparta zu einem offiziellen ATD-I Nachfolger erkoren, und die Fans fragen sich: „Wird der Phönix aus der Asche fliegen?“
Das schöne am „Wiretrap Scars“ ist, dass es nach Sparta klingt. Kein Revival, kein nachweinen, den Blick nach vorne gerichtet, geben die brutal eingängigen Drums den Takt für den neuen Weg vor. Beim Opener „Cut your Ribbon“ (übrigens mit wunderschönem „Film Noir“- Video im Musiksender ihres Vertrauens) ist man sich zwar seiner Vergangenheit bewusst. Je länger aber „Wiretrap Scars“ im CD Player rotiert, desto eigenständiger wird Sparta. Der Spirit ist ähnlich, die Aggressionen im Sound und in den Texten ist nach wie vor roh und scheinbar ungezähmt. Aber zwischen den Notenzeilen liefert die Gitarre da ein bisschen Melodie und dort eine Prise Pop, um dann im Paarlauf mit der Stimme beim Chorus zu explodieren. Der Bass und das Schlagzeug spielen vertrackt, aber eingängig und die meisten Refrains sind unglaubliche Ohrwürmer. Sparta reagieren auf „Wiretrap Scars“ aus einer angenehmen Gelassenheit heraus und wiegen den Hörer in Sicherheit, ehe sie den Verzerrerknopf drücken.
Auf den 12 Tracks macht Sparta ATD- I zwar nicht ganz vergessen, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, und Sparta schon gar nicht. Christoph Tautscher
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