ani_male

Performance / Uraufführung / Videoinstallation ohne Sprache - mit Georg Blaschke & Jan Machacek im studio brut

ani_male (c) Laurent Ziegler

studio brut
Datum: 22. Februar 2020
Zeit: 16:00
Freikarten: 2 × 2
Ort: Wien
www.brut-wien.at

von 20.2. bis 25.2., 19:00 Uhr
Preis: 18 € / 14 € / 9 €


In ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit haben der Choreograf und Tänzer Georg Blaschke und der Medienkünstler Jan Machacek einen originellen ästhetischen Zugang entwickelt, in dem Choreografie, Animation, Videoinstallation und Sound verschmelzen. In ihrer dritten Kollaboration ani_male bringen die beiden Künstler Darstellungen von Maskulinität und des Animalischen in einen intensiven Dialog. Das eindringliche Spiel mit Körperverfremdungen und dem Übergang ins Andersartige wird zur Reise in das „uncanny valley“ zwischen Mann und Tier.

In ani_male überlagern sich animierte Bilder mit dem realen Körper und Texturen wie Haut, Fell, Leder und Haar. Es entsteht ein Display von Körperverfremdungen, das Fragen nach Natürlichkeit, Funktionalität und Klischee im Hinblick auf Mann- und Tierdarstellungen aufwirft. Choreografie wird zum Vehikel eines Übergangs zum Andersartigen, das fast greifbar ist, aber durch den voyeuristischen Blick auf Distanz gehalten werden muss. Die spezifische somatische Körperpraxis des Performers Georg Blaschke entfaltet sich im engen Wechselspiel mit den methodischen und ästhetischen Qualitäten der Medienkunst Jan Machaceks.

Inspirationsquellen der Arbeit sind die Schrift „Gehen – Laufen – Hüpfen. Die angeborene Fortbewegung des Menschen“ nach Dr. Max Thun-Hohenstein, die Objektcollage „Figure humaine comparée avec celle du singe“ von Daniel Spoerri aus der Serie „Carnaval des Animaux“ und der Essay „Tier werden“ von Teresa Präauer.

Georg Blaschke ist Choreograf, Tänzer und Lektor für zeitgenössischen Tanz. Als Produzent eigener Arbeiten hat er über mehrere Jahre hinweg eine eigenständige choreografische Sprache entwickelt und in unterschiedlichen Formaten und Kollaborationen präsentiert. Seine aktuellen Arbeiten sind stark von Motiven und Stilmitteln aus der bildenden Kunst beeinflusst. Zuletzt war im brut-Programm Bodies and Accidents. Eine künstlerische Reaktion auf das Werk Francis Bacons zu sehen, eine weitere Zusammenarbeit mit Jan Machacek.

Jan Machacek studierte Bildhauerei und Bühnenbild und arbeitet an der Schnittstelle von Medienkunst und Performance. Seine Performances und Kurzfilme tourten durch zahlreiche Spielstätten und Festivals. Im brut-Programm wirkte Jan Machacek zuletzt bei Ghost Times mit, dem ersten Teil des zweijährigen the que_ring drama project in Zusammenarbeit mit Gin Müller.

studio brut

Zieglergasse 25
1070 Wien