El Camino a la libertad

PSALM 2019 - Zu Ostern in Graz - EXIL - von 14. bis 22. April

Ismael (c) Peter Purgar

Helmut List Halle
Datum: 19. April 2019
Zeit: 19:00
Freikarten: 1 × 2
Ort: Graz
www.psalm.at

Der Weg in die Freiheit, musikalisch begleitet von Liedern und Tänzen Lateinamerikas von Rubén Blades, Silvio Rodriguez u. a.

  • Ismael Barrios, Percussion, Cuatro & Leitung
  • Endrina Rosales, Gesang, Flöte & Maracas
  • Mariano Leal, Gesang, Tres & Percussion
  • Yanet Infanzón La O, Gesang & Violine
  • Juan Carlos Rosales, Bandola, Violoncello
  • David Dahoruch, Kontrabass
  • Christian Bakanic, Akkordeon & Percussion
  • Raphael Meinhart, Marimba & Percussion

Preise: EUR 42 / 24

Einführung im Foyer: 18.40 Uhr


Dieses Programm erzählt von jenen Menschen, gegen die Präsident Donald Trump seine populistische Mauer an der mexikanischen Grenze errichten will: von jenen Millionen, die vor Terrorregimen, vor Korruption, Kriminalität oder Drogenkriegen aus Venezuela, Honduras, El Salvador, Guatemala oder Mexiko fliehen. Entwurzelte Menschen, die zur Zeit in Lateinamerika umherirren, um Sicherheit und Freiheit zu gewinnen, mit zweifelhaften Aussichten auf Besserung. Noch mehr Lateinamerikaner haben ihre Heimat schon längst verlassen, leben im Exil, auch in Österreich. Ismael Barrios ist einer von ihnen, und zusammen mit seinen Musikern spielt und singt er am Karfreitag Lieder von den Sorgen aber auch von den großen Hoffnungen der Menschen daheim.


PSALM 2019 - Zu Ostern in Graz
EXIL - 14. bis 22. April

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Neugier und Abenteuerlust treiben manche hinaus. Manchmal ist es die Liebe. Viel zu oft aber sind es Krieg und Verzweiflung. Viel zu oft wollen Menschen gar nicht fort, sondern werden verjagt, werden aus ihrem Zuhause gezwungen, müssen ins Exil. Und immer wieder erinnern sie sich in der Fremde an die Heimat, erzählen und singen von ihr, und schöpfen aus der Kunst Kraft für ihr neues Leben, für die Zukunft. Von ihnen erzählt die neue Ausgabe des Osterfestivals PSALM.

All das ist nicht neu. Das halbe Alte Testament besteht aus Geschichten von Vertreibung und Exil. Juden haben seither schon oft alles verloren, ob im Spanien des Mittelalters oder in der Nazizeit. Aber sie sind damit nicht alleine. Politischer Fanatismus und Glaubenskriege geben immer wieder Anlass zur Flucht. Und nicht immer war Europa so wie heute das rettende Ziel dieser Bewegungen, oft genug war die Fluchtrichtung genau umgekehrt.

Der Pole Chopin ging nach Paris, weil er die politische Unterdrückung seiner Heimat nicht ertrug, Königin Christina von Schweden ging nach Rom, weil sie katholisch leben wollte, und Robert Stolz rettete sich aus Österreich in die USA, weil er mit den Nazis nichts zu tun haben wollte. Sie alle nahmen Musik mit, die ihnen Heimat blieb. Und so ging es auch den Sepharden in Spanien und natürlich bis heute den vielen Heimatlosen in Afrika und in Lateinamerika. PSALM spielt ihre Lieder, folgt den Geschichten und fragt, ob Heimat nicht ohnehin mehr in Gedanken und Gefühlen liegt als auf einem Fleckchen Erde.

Helmut List Halle

Waagner-Biro-Straße 98a
8020 Graz