Naturally 7 & Jarrod Lawson

Jazz Fest Wien 2015

(c) Chris Mann

Arkadenhof / Wr. Rathaus
Datum: 11. Juli 2015
Zeit: 20:00
Freikarten: 1 × 2
Ort: Wien
www.jazzfest.wien

Naturally 7

Auf ihre Art sind Naturally 7 Kinder von Bobby McFerrin, dem wohl größten, lautmalerischen Sänger der Jazzgeschichte. Der Mann hat sich einmal in grauen Vorzeiten einen Zirkustrick erfunden, mit dem längst nicht mehr nur er erfolgreich um die Welt tourt.

Gerade wurden Pentatonix mit einem Grammy für genau das bedacht, das Naturally 7 schon seit Ende der Neunzigerjahre bekannt sind, mit den Mitteln des A-capella bekannte Hits neu zu interpretieren. Sensibles Beatboxing und die geschmeidige Verteilung der Harmonien auf die jeweiligen Stimmen, zeichnet Naturally 7 von jeher aus.

Die New Yorker aus dem Stadtteil Brooklyn konnten mit „Feel It (In The Air Tonight)“, ihrer ganz eigenen Lesart von Phil Collins „In The Air Tonight“, ebenso einen Hit lancieren wie mit sensuellen „Music Is The Key“ (gemeinsam mit Sarah Connor). Als Gäste des kanadischen Swingstars Michael Bublé und des deutschen Soul-Evangelisten Xavier Naidoo wussten sie ebenso zu glänzen.

Ihre aktuelle, sechste Liedersammlung „Hidden In Plain Sight“ zeigt sie so beseelt wie nie. Das Septett massiert die Grooves von R&B und Hiphop, von Soul und Funk auf eine Weise, dass bewährte Hits plötzlich neue Spannkraft bekommen.

Wie viele qualitativ hochwertige Musikgruppen sind auch Naturally 7 in Europa und Japan erfolgreicher als in ihrer eigentlichen Heimat. Zuletzt glänzten sie im Vorprogramm von Michael Bublés Europatournee.

Ihren gänzlich instrumentefreien Zugang zur Musik bezeichnen die Burschen als Vocal-Play. Mutig umgehen sie den Trend zu immer mehr Technik in der Musik. Allein mit ihren Stimmen, die die Sounds von Gitarren, Flöten, Trompeten nachahmen, wollen sie bezaubern. Lieder der Beatles, von Coldplay oder Queen stehen in ihrem Repertoire gleichberechtigt neben Klassikern von Gospel und R&B. Es ist einzig das positive Feeling, das bei Naturally 7 zählt.


Jarrod Lawson

Jarrod Lawson, aus Kalifornien gebürtig, aber in Portland/Oregon ansässig, war im Vorjahr der große Newcomer des Blue-Eyed-Soul.

Mit geschmeidigen Grooves, ungewöhnlichen Harmonien, fantastischen Melodien sowie einer sonoren Stimme, die durchaus an Stevie Wonder, Omar und Eric Benet gemahnt, konnte sein Debütalbum enorm charmieren.

Er galt rasch als Wunderkind, das von seinem Vater, einem Studiobetreiber, in jeder Hinsicht gefördert wurde. Schlagzeug und Keyboards waren seine ersten Instrumente, Donny Hathaway, Curtis Mayfield und Stevie Wonder seine ersten, musikalischen Helden.

Nun kreierte er ein abenteuerliches Hybrid aus mehreren Genres. Neben Soul sind es Funk, Gospel, ein bisschen Latin und ein wenig Fusionjazz, die das beeindruckend vielschichtige Klangbild des ersten Albums formen.

Seine subtilen Eigenkompositionen wie „Sleepwalker“ und „Spiritual Eyes“ sind randvoll mit spirituellen Sentenzen und explizit sozialkritischen Gedanken. Lawson will bewusst an die großen Konzeptalben des Siebzigerjahre-Soul anschließen.

Vielen gilt das simpel „Jarrod Lawson“ benannte Album schon jetzt als Meisterwerk vom Schlage der Debüts von D´Angelo und Maxwell. Als erste außerhalb der USA wurden britische DJs auf ihn aufmerksam.

Bald wurde er ins Vereinigte Königreich eingeladen und sorgte mit einer BBC-Session in den Maida Vale-Studios und zwei umjubelten Shows im Ronnie Scott´s für viel Wirbel. Das kleine Londoner Label Soul Brothers Records hat die Sessions übrigens auf Vinyl aufgelegt.


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