Wiener Concert-Verein

Orchesterkonzert im Stadttheater Wels

Wiener Concert-Verein (c) Niko Wytoshinsky

Stadttheater Wels
Datum: 14. März 2019
Zeit: 19:30
Freikarten: 2 × 2
Ort: Wels
www.wels.at

Wiener Concert-Verein
Dirigent Miltos Logiadis
Solist Christopher Park, Klavier

Programm:

  • Joseph Haydn (1732-1809)
    Sinfonie Nr. 39 in g-Moll Hob. I:39
  • Frédéric Chopin (1810-1849)
    Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll op. 21
    (in der Fassung für Streichorchester)
  • Benjamin Britten (1913-1976)
    Young Apollo für Klavier und Orchester op. 16
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Sinfonie Nr. 40 in g-Moll KV 550

In der Musiksprache Joseph Haydns und Wolfgang Amadeus Mozarts findet man in ihrer Melodiebildung deutliche Spuren bzw. Weiterentwicklungen des Wortschatzes der rhetorischen Figurenlehre des Barock.

Die klassische Rhetorik und ihre Begriffe dienten der Musiktheorie des 16. und 17. Jahrhunderts als Vorbild, was zur Ausbildung einer sogenannten „musikalischen Figurenlehre“ führte. Als „rhetorische Figuren“ bezeichnet man musikalische Sprachformeln, die von Komponisten verwendet wurden, um bestimmte Inhalte musikalisch auszudrücken: Leid, Trauer, Freude etc. Da die rhetorischen Figuren ursprünglich im Zusammenhang mit der Textausdeutung im Rahmen von Vokalmusik entstanden sind, haben viele dieser Figuren Elemente der Wortsprache in die Musiksprache übernommen, wie zum Beispiel den Seufzer.

Nach und nach wurden diese rhetorischen Figuren auch in die reine Instrumentalmusik übernommen und finden sich in weiterentwickelter Form in der Melodiebildung der Wiener Klassik wieder. Ein besonders charakteristisches Vokabular, das u.a. auf  diesen Figuren  beruhte, hat  die „Mannheimer Schule“ ausgebildet: Eine Gruppe von Musikern und Komponisten um Johann Stamitz, Ignaz Holzbauer, Christian Cannabich und Georg Joseph Vogler. Hugo Riemann hat besonders charakteristischen Figuren dieses Wortschatzes entsprechende Namen verliehen:

Der „Mannheimer  Seufzer“, zu hören am  Beginn  des I. Satzes von Mozarts g-Moll Sinfonie KV 550 oder die „Mannheimer Rakete“, zu hören am Beginn des IV. Satzes von Mozarts g-Moll Sinfonie KV 550. Während bei der „Mannheimer Schule“ die Geiger und als Innovation – die Bläser den  „Ton“ angeben bzw. den instrumentalen Wortschatz prägen, ist es bei Frédéric Chopin das Klavier, dessen klangliche Eigenheiten die Grundlage seines Wortschatzes bilden. Im III. Satz seines f-Moll Konzertes bereichert auch die polnische Herkunft des Komponisten in Form einer Mazurka den Wortschatz seiner Klangsprache.

Robert Schumann schließlich schließt den Kreis dieser Programmkomposition von Chopin zu Mozart, wenn er 1836 schreibt: „Seien wir überzeugt, dass ein Genie, wie das eines Mozarts, heute geboren, eher Chopinsche Konzerte schreiben würde als Mozartsche.“

Eintritt: Euro 38,10 | 31,80 | 29,60 | 26,50 | 20,10


Vorverkauf:
Kartenbüro OÖN Wels, T: +43 7242 248 770,
Kartenbüro Wels-Info, T: +43 7242 67 722 22,
www.oeticket.com


Info: Stadt Wels
Dst. Kulturaktivitäten
Minoritengasse 5
4600 Wels
T: 07242-235-7040
Veranstaltungskalender Stadt Wels

Stadttheater Wels

Rainerstraße 2
4600 Wels